Bei Warner/Chappell gibt Richard Blackstone seinen Posten als Chairman & CEO zum Jahreswechsel auf. Als Nachfolger leitet dann zunächst David H. Johnson den Verlagsarm der Warner Music Group. Allerdings übernimmt Johnson, der beim Warner-Konzern ansonsten das Amt eines Executive Vice President & General Counsel bekleidet, seine zusätzlichen Aufgaben als CEO von Warner/Chappell nur auf Interim-Basis wahr.
Diese Übergangsregelung nährt erneut Gerüchte über die künftige Besetzung der Verlagsspitze bei Warner: Seit einiger Zeit wird EMI-Verlagsurgestein Martin Bandier trotz seines bis April 2008 laufenden Vertrags mit den Briten mit Warner/Chappell in Verbindung gebracht.
Blackstone selbst soll ab Anfang Januar als persönlicher Berater für Warner-Konzernchef Edgar Bronfman jr. fungieren und sich dabei vor allem um strategische Übernahmen, weltweite Lizenzierungsfragen und die weitere Expansion kümmern – einen Aufgabenbereich, den Bronfman in seinen Dankesworten an Blackstone als wichtig und neu hervorhob. Bevor Blackstone im Jahr 2005 zu Warner/Chappell stieß leitete er das Publishing-Geschäft von Zomba. Johnson, der 1999 zu Warner kam, stand zuvor neun Jahre lang in Diensten von Sony Music und CBS Songs.





