Auf der Bühne im Zelt stand er dann leibhaftig vor dem Publikum: Peter Illmann, der damalige „Formel Eins“-Moderator. Er präsentierte mit seinem unnachahmlich spröden Charme, wie man ihn seinerzeit schätzte, zwischen den waschechten Requisiten der TV-Kultsendung die kommenden Schwerpunkte der Warner-Division wea records. Und da gab es eine ganze Reihe von Themen, die man getrost zur „Formel Eins“-Klasse zählen darf. So steht die Veröffentlichung des neuen Albums der Red Hot Chili Peppers, „By The Way„, unmittelbar bevor – am 8. Juli ist es soweit.
Außerdem sind neue Werke von Top-Acts wie Phil Collins und Linkin Park angekündigt – und „vielleicht auch von dem einen oder anderen Superstar aus Deutschland“, wie Bernd Dopp, President Warner Music Group Germany, in seiner Einführungsrede anmerkte. Dopp wies auf das erfolgreiche erste Quartal hin, das wea records unter General Manager Alexander Maurus verbuchen konnte, und auf die fünf Echos, die es im März in Berlin für wea-Künstler gab, wobei er sich besonders über die zwei Echos für die Berliner Gruppe Seeed als beste nationale Newcomer freute. Dopp betonte, dass ihm nicht nur der Erfolg der großen Künstler wichtig sei – „auch Acts wie Cultured Pearls oder Mellowmark liegen mir am Herzen und bedürfen der gleichen Aufmerksamkeit“. Mellowmark trat in Illmanns „Formel Eins“-Retro mit seinem Song „Revolution“ auf – nach der Berliner Band Deadline, die mit dem Song „7000 Miles“ ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ. Illmann zeigte auch Videos von Highlights wie Morcheeba, Filter, dem grandiosen US-Trio Nickel Creek (siehe Heft 24), Wonderwall, Sasha und Fragma. Fragma kam zusammen mit dem Label Gang Go zu wea; die Vertragsunterzeichnung zelebrierte man auf der Bühne (siehe Heft 23).
Das neue A&R-Team von wea mit Markus Hartmann, Axel Erler und Svana B. von Treyer kann sich also auf eine heiße Herbstsaison freuen. „Wir befinden uns in schwierigen Zeiten und im Umbruch“, hatte Alexander Maurus eingangs gemeint. Doch der Durchsetzungswille des wea-Teams scheint unter solchen Umständen nur zu wachsen. So intonierten die „WEA Allstars“ zusammen mit ihrem Künstler Svaen Lauer die inoffizielle Hymne der Tagung: „Höher, schneller, weiter“.







