Recorded & Publishing

Was reimt sich auf Big Mac?

McDonald’s wäre so gerne lässig. Nach dem Slogan „Ich liebe es“ sollen künftig Hip-Hop-Stars Reklame für die Burgerbrater machen. Eine Marketingfirma soll im Auftrag von McDonald’s Rapper finden, die den Big Mac in ihre Texte einbauen wollen.

McDonald’s wäre so gerne lässig. In Hip-Hop-Hits und den zugehörigen Videos wimmelt es immer nur so von Crystal Champagner, Ferraris, Rolex-Uhren, Gucci-Accessoires und T-Mobile-Handys. Deshalb sollen nach dem Slogan „Ich liebe es“ künftig Hip-Hop-Stars Reklame für die Burgerbrater machen. Die Marketingfirma Maven Strategies soll im Auftrag von McDonald’s Rapper finden, die den Big Mac in ihre Texte einbauen wollen.

Das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Maryland hat bereits Kontakt mit Plattenfirmen, Produzenten und einzelnen Künstlern aufgenommen. Bis zum Sommer will Maven mehrere Hip-Hop-Songs mit dem Big Mac im Text auf Rotation bei den wichtigsten Radiosendern des Landes haben. Eine fixe Gage gibt es für die Rapper vorab nicht, stattdessen bezahlt McDonald’s für jeden dokumentierten Airplay-Einsatz eines Big-Mac-Titels zwischen einem und fünf Dollar, berichtet „Advertising Age“, ein US-Fachblatt für die Werbebranche. Letzte Korrekturen bei den Texten behält sich McDonald’s übrigens selbst vor.

Noch ist unklar, welche Acts die Fastfood-Kette sich für die Kampagne wünscht, doch der Erfolg von Maven mit einem anderen Produkt zeigt, dass der Big Mac künftig in der ersten Rap-Liga spielen soll. Mit der Marke Seagram’s Gin gelang den Marketingleuten im Jahr 2004 der Einzug in fünf Hip-Hop-Songs. „Freek-a-leek“, der Tophit von Petey Pablo, war davon der erfolgreichste mit Platz zwei in den Hip-Hop-Jahrescharts. Aber auch Twista, Kanye West und die Franchise Boys ließen sich überreden. Laut der Firma American Brandstand, die das Product Placement in der Musik untersuchte, erwähnte alleine Kanye West im letzten Jahr 19 verschiedene Marken in seinen Songs.

Mehr zum Thema