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Warners offizielle Quartalsbilanz zeigt Aufwärtstrend bei roten Zahlen

Die Warner Music Group hat am 13. Juni die endgültigen Bilanzzahlen für das zweite Quartal bekannt gegeben. Das seit kurzem börsennotierte Unternehmen verringerte bis zum 31. März die Verluste, legte im digitalen Geschäft deutlich zu, profitierte vom schwachen Dollar und hat noch immer mehr als 2,5 Mrd. Dollar Schulden.

Die Warner Music Group (WMG) hat am 13. Juni die endgültigen Bilanzzahlen für das zweite Geschäftsjahresquartal bekannt gegeben. Das seit kurzem börsennotierte Unternehmen verringerte bis zum 31. März die Verluste, legte im digitalen Geschäft deutlich zu, profitierte vom schwachen Dollar und hat noch immer mehr als 2,5 Mrd. Dollar Schulden. Der kleinste der vier Majors erzielte in den ersten drei Monaten des Jahres 35 Mio. Dollar Verlust bei einem um 4,4 Prozent gestiegenen Umsatz von 767 Mio. Dollar. Im Vergleichsquartal des Vorjahres betrug das Minus für die WMG noch 48 Mio. Dollar.

Warner hatte bereits am 16. Mai vorläufige Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht und brachte mit der offiziellen Bilanz als eigentliche Neuigkeit lediglich noch Detailergebnisse. So lässt sich aus der ersten Zwischenbilanz seit dem Börsengang ablesen, dass die WMG zwischen Januar und März allein 52 Mio. Dollar an Zinslasten tragen musste – das Unternehmen ist mit 2,55 Mrd. Dollar verschuldet.

Die zaghafte Erholung des Geschäftsbetriebs führt das WMG-Management auf drei Hauptfaktoren zurück: Die Umsätze im digitalen Musikgeschäft machen bereits 4,6 Prozent des Gesamtgeschäfts aus und stiegen auf 35 Mio. Dollar – damit wuchs das Digitalgeschäft um 40 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal. Zudem sank die Ausgabenquote für Marketing, Vertrieb und Verwaltung von zuletzt 43 auf nun 38,2 Prozent des Umsatzes.

Darüber hinaus machten sich aus US-Sicht günstige Wechselkurse positiv in der Rechnung der Sparte Recorded Music bemerkbar. Mit dem Tonträgerverkauf nahm die WMG 621 Mio. Dollar ein – ein Plus von 4,9 Prozent. Dabei kamen 31 Mio. Dollar durch den Verkauf digitaler Formate in die Kassen. Allerdings verkaufte Warner gleichzeitig für 30 Mio. Dollar weniger CDs. Der Verlagsarm Warner/Chappell legte beim Umsatz um 3,3 Prozent auf 154 Mio. Dollar zu, vier Mio. Dollar stammen dabei aus dem Verkauf digitaler Rechte.

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