Recorded & Publishing

Warner/Chappell beseitigt Lizenzierungshürden in Europa

Warner/Chappell folgt dem Beispiel von EMI Music Publishing und vereinfacht die Lizenzierung seines Katalogs für die Nutzung in digitalen Angeboten in Europa. Welche Urheberrechtsgesellschaften als Partner fungieren werden, will der Majorverlag noch klären.

Warner/Chappell folgt dem Beispiel von EMI Music Publishing und vereinfacht die Lizenzierung seines angloamerikanischen Katalogs für die Nutzung in digitalen Angeboten in Europa. In Zusammenarbeit mit einigen Urheberrechtsgesellschaften sollen sich Lizenznehmer in so genannten „One-Stop-Shops“ die europaweiten Nutzungsrechte von Repertoire sichern können, das bei Warner/Chappell verlegt wird.

Der Verlagsarm der Warner Music Group hat auch einen plakativen Namen für dieses Vorgehen: Pan-European Digital Licensing (P.E.D.L.) Initiative. Dank P.E.D.L. sollen Downloadshops und andere digitale und mobile Anbieter die Rechte an W/C-Titeln aus einer Hand für ganz Europa erhalten, statt sich wie bisher mit den jeweiligen Verwertungsgesellschaften in den einzelnen Märkten zu einigen.

Welche Urheberrechtsgesellschaften als Partner fungieren werden, will der Majorverlag noch klären. Chairman & CEO Richard Blackstone hat bereits alle Gesellschaften eingeladen, sich um die Rolle von nichtexklusiven Partnern zu bewerben. Dabei müssten bestimmte Kriterien erfüllt werden. Nach interner Prüfung der Bewerbungen werde man sich für eine Reihe von Partnern entscheiden, so Blackstone. Jeder dieser Partner sei dann befugt, europaweite Lizenzen für das W/C-Repertoire zu erteilen. Später soll neben dem angloamerikanischen auch der kontinentaleuropäische Katalog per P.E.D.L. verfügbar sein.

Mit dieser Entscheidung komme man den Forderungen der EU-Kommission entgegen, die im vergangenen Jahr Vorschläge zur Reform des Lizenzierungsprozesses gemacht hatte. Die beschlossene Vereinfachung werde sowohl für die Autoren und Komponisten von Warner/Chappell als auch für die Lizenznehmer ein Segen sein und den bisherigen Verwaltungsaufwand sowie die damit verbundenen Kosten deutlich verringern, ließ der Verlag wissen.

Mehr zum Thema