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Warner will noch diese Woche an die Börse

Der Börsengang der Warner Music Group steht unmittelbar bevor: Am 10. Mai will das Unternehmen offenbar seinen IPO-Preis festlegen, einen Tag später soll die Erstnotiz an der New York Stock Exchange folgen. Allerdings gibt es weiterhin kritische Stimmen.

Der Börsengang der Warner Music Group steht laut Medienberichten unmittelbar bevor: Am 10. Mai will das Unternehmen offenbar seinen IPO-Preis festlegen, einen Tag später soll die Erstnotiz an der New York Stock Exchange folgen. Mitte April hatte Konzernchef Edgar Bronfman jr. eine Preisspanne von 22 bis 24 Dollar pro Aktie angekündigt, umgerechnet reicht die Spanne derzeit von gut 17,10 Euro bis hin zu 18,70 Euro. Beim angekündigten Paket von 32,6 Mio. Papieren würde das bis zu 782 Mio. Dollar oder umgerechnet fast 610 Mio. Euro in die Konzernkassen spülen. Bei einem mittleren IPO-Preis käme die WMG laut einer Reuters-Analyse auf einen Marktwert in Höhe von rund 3,3 Mrd. Dollar (2,57 Mrd. Euro) und damit in die Nähe der britischen EMI Group mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,6 Mrd. Dollar (2,8 Mrd. Euro).

Allerdings gibt es weiterhin kritische Stimmen zum WMG-Börsengang: „Forbes“-Autor Scott Reeves erwartet, dass bei der großen Zahl der zum Verkauf stehenden Konzernanteile alle Interessenten zum Börsengang mit Papieren bedacht werden können. Dies würde den Eröffnungskurs und die potenziellen Gewinne für den ersten Handelstag automatisch begrenzen. Da die Bronfman-Geldgeber den Börsengang zudem als Möglichkeit zum Ausstieg sehen würden, sei es fraglich, warum andere Investoren Geld in das Unternehmen stecken sollten. „Genießt die Musik, aber lasst den Börsengang aus“, lautet sein Fazit.

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