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Warner verringert Verluste

Die Warner Music Group hat ihre Nettoverluste im Geschäftsjahr bis Ende September 2005 reduzieren können. Große Umsatzsprünge blieben allerdings aus.

Die Warner Music Group (WMG) hat ihre Nettoverluste im Geschäftsjahr bis Ende September 2005 reduzieren können. Große Umsatzsprünge blieben allerdings aus: So stiegen die Konzernumsätze von 3,4 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf nunmehr 3,5 Mrd. Dollar, währungsbereinigt wird daraus allerdings ein Minus von einem Prozent. 48 Prozent aller WMG-Umsätze entfielen auf das US-Geschäft, 52 Prozent auf die internationalen Niederlassungen. Der Umsatzanteil des Digitalgeschäfts vervierfachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 157 Mio. Dollar. Hier entfielen 73 Prozent auf die USA und 27 Prozent auf das internationale Geschäft.

Für das Geschäftsjahr weist die WMG einen Nettoverlust in Höhe von 169 Mio. Dollar aus, im letzten Jahr schlug hier noch ein Minus in Höhe von 1,4 Mrd. Dollar zu Buche. Rechnet man Einmaleffekte aus dem Börsengang und den Restrukturierungen im Konzern heraus, bleiben laut WMG-Bilanz Nettogewinne in Höhe von 32 Mio. Dollar übrig, im Vorjahreszeitraum fiel hier noch ein Minus von 295 Mio. Dollar an. Die langfristige Schuldenlast des Konzerns liegt weiterhin bei 2,2 Mrd. Dollar.

Der Bereich Recorded Music legte in den zwölf Monaten bis Ende September nach Umsätzen im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um zwei Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar zu, 137 Mio. Dollar oder rund fünf Prozent davon entfielen auf das Digitalgeschäft. Die Tonträgersparte erzielte operative Gewinne in Höhe von 215 Mio. Euro, bereinigt um Einmaleffekte verdoppelte sich diese Kennzahl sogar von 110 Mio. Dollar im Vorjahr auf nunmehr 283 Mio. Dollar. Die Marge lag laut Unternehmensangaben bei 9,7 Prozent.

Der Warner-Verlagsarm konnte seine Umsätze parallel um ein Prozent auf 607 Mio. Dollar steigern, rechnet man das zwischenzeitlich verkaufte Notengeschäft heraus, lagen die Zuwächse bei vier Prozent. Hier entfielen 20 Mio. Dollar oder rund sechs Prozent auf Einnahmen aus dem digitalen Bereich. Operativ steigerte der Verlagsarm sein Einkommen um elf Prizent auf 82 Mio. Dollar und erzielte eine Marge von 13,5 Prozent.

„Diese Bilanz bestätigt, dass wir mit der Warner Music Group auf dem besten Weg sind, unsere Visionen und die Marktmöglichkeiten in Ergebnisse umzusetzen“, verkündete Chairman & CEO Edgar Bronfman jr..

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