Während sich Bertelsmann und die potenziellen Bieter offiziell sehr verschlossen geben, was den aktuellen Stand beim Verkauf von BMG Music Publishing betrifft, tauchen aus dem gut informierten Umfeld erneut Details auf. So sollen nach Informationen von Reuters zum Beispiel EMI und Sony als Käufer aus dem Rennen sein.
Die Japaner hätten sich bewusst gegen ein verbindliches Gebot entschieden, der britische Major, der zusammen mit der amerikanischen Buyout-Firma Kohlberg Kravis Roberts & Co. im Spiel war, soll nach Angaben einer ungenannten internen Quelle bis zur Mitternacht des 31. August keine Offerte abgegeben haben. Unklar ist bislang, ob die private Chicagoer Investmentfirma GTCR Golder Rauner, die als Finanziers für die Interessenten Roger Ames und Charles Koppelman fungiert, den Stichtag eingehalten hat.
Als verbindliche Bieter gelten unterdessen die Warner Music Group, Universal Music und der US-Medienkonzern Viacom, der seinen bestehenden Famous-Musikverlag mit der finanziellen Unterstützung der Private-Equity-Firma Apollo aufrüsten will.
Weil sich Bertelsmann und die angeblichen Kaufinteressenten zu den Details der Versteigerung nicht äußern, tauchen in den Medien immer wieder neue Spekulationen über die Zukunft von BMG Music Publishing auf. So soll u.a. ein unbekannter Investor arabischer Herkunft kurz vor Schluss der Auktion zum Bieterkreis gestoßen sein. Unterdessen wissen angeblich aber nicht einmal die Bietenden selbst, wer ihre Mitbewerber sind. Bis spätestens zum 11. September will Bertelsmann die Interessenten über die nächsten Schritte informieren.





