Im Bieterkampf zwischen der EMI Group und der Warner Music Group (WMG) scheinen der Preisphantasie nach oben keine Grenzen gesetzt zu sein. Die Mehrheitseigner der WMG wollen sich angeblich erst für eine Summe von 37,50 oder 38 Dollar pro Aktie kaufen lassen und bereiten derweil ein minimal erhöhtes Angebot für EMI vor.
Dies berichtet die Londoner „Times“ unter Berufung auf Insiderquellen. Im Warner-Lager sei man wohl fest entschlossen, als Käufer aus dem Majorpoker hervorzugehen. Zudem sei man in New York nicht überzeugt, dass EMI in der Lage wäre, einen derartigen Betrag durch eine Kapitalerhöhung auf die Beine zu stellen. Daher werden CEO Edgar Bronfman jr. und seine Partner bei der WMG zunächst nur eine geringfügig erhöhte Offerte zum Kauf von EMI vorlegen.
Nach den zuletzt in London abgelehnten 320 Pence pro Aktie will Warner in Kürze auf 340 Pence aufstocken, so die „Times“. Doch damit wird das EMI-Management um Eric Nicoli kaum zu ködern sein. Wenn sich Warner selbst auf 5,5 bis 5,6 Mrd. Dollar Firmenwert taxiert, dann müsse ein Angebot für EMI mindestens bei 380, eher bei 400 Pence zu liegen kommen, heißt es.






