Recorded & Publishing

Warner und EMI heimlich auf Fusionskurs?

Branchenkenner vermuten, dass Warner Music und EMI trotz gegenteiliger Aussagen insgeheim eine Fusion der Musiksparten von Sony und BMG befürworten, um so womöglich eigene Fusionspläne durchzusetzen.

Branchenkenner vermuten, dass Warner Music und EMI trotz gegenteiliger Aussagen eine Fusion der Musiksparten von Sony und BMG befürworten. Die New York Post vermutet, dass sich die Unternehmen so angeblich grünes Licht für ihre eigenen Fusionspläne erhoffen. Insider gehen davon aus, dass eine Zustimmung zu den Sony/BMG-Plänen weitere Merger in der Musikbranche verhindern würde. Die beiden Konzerne sollen jedoch insgeheim auf das Gegenteil setzen: Genehmigt die EU-Komission den Sony/BMG-Deal, hoffen Warner und EMI damit argumentieren zu können, dass mit einer weiteren Fusion drei große Plattenfirmen mit ungefähr gleichem Marktanteil entstehen würden. EMI/Warner würden dann rund 24 Prozent des Weltmusikmarkts gegenüber 25,9 Prozent für Universal und geschätzten 25,2 Prozent für Sony/BMG halten. Damit wäre der Wettbewerb unter den Majors wieder ausgeglichen. Eine Entscheidung der EU-Kommission zu Sony/BMG wird nicht vor Ende Juli erwartet – wenn die Fusion wie von Branchenexperten vermutet mit geringen Auflagen genehmigt wird, steht ja vielleicht schon die nächste Elefantenhochzeit ins Haus.