Um die Zustimmung der Wettbewerbshüter zu erhalten, sind die Fusionskandidaten Warner Music und BMG offenbar zu großen Konzessionen bereit. Neben dem Publishing-Geschäft wollen beide Seiten wohl auch ihre Media-Abteilungen von der Hochzeit ausschließen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters beraten beide Konzerne derzeit darüber, welche Firmenteile in den Merger geführt werden sollen. In Bereichen, in denen der gemeinsame Marktanteil zu groß wäre, sollen demnach Streichungen gemacht werden. Darum wollen sich beide Seiten auf eine Fusion der Sparten Recorded Music beschränken, das Musikverlagsgeschäft soll genauso außen vor bleiben wie das Geschäft mit der Zweitverwertung von Titeln. Der Zusammenschluss werde laut ungenannten Quellen aus dem Umfeld der beiden Firmen jährliche Einsparungen zwischen 250 und 300 Mio. bringen. Doch zuletzt schien es wieder möglich, dass die EU-Kommission den Deal zu Fall bringt. Laut Reuters sind BMG und Warner aber zuversichtlich und bereiten sich auf eine ausführliche Prüfung durch die Behörden vor, die bis zu acht Monate dauern könnte.
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