Die Warner Music Group (WMG) will ihren Bestand an Videoinhalten intensiver vermarkten. Zusammen mit dem britischen Dienstleister Premium TV wird Warner Music International (WMI) künftig Streamingdienste entwickeln, die auf dreierlei Wegen Umsätze für den Major generieren sollen.
Während für die Nutzer der Genuss von Clips aus den Archiven der WMG kostenlos sein wird, rechnet Warner mit Einnahmen aus Werbung, die in Verbindung mit den Streams übertragen werden. Zudem sollen die diversen Websites, die Premium TV aufbauen will, kostenpflichtige Downloads von Inhalten und eine Weitervermarktung an Drittanbieter ermöglichen. Der Einsatz eines Abomodells und eine Ausdehnung auf mobile Plattformen sind noch in der Planungsphase. Unklar ist derzeit noch, wann die ersten dieser Videodienste startklar sein sollen.
Premium TV hat sich in Großbritannien einen Namen als Dienstleister für die Webkanäle der Fußballclubs Chelsea und Newcastle United gemacht. Für seine Kunden aus dem Sportbereich macht CEO Oliver Slipper jährlich 20 Mio. Pfund (umgerechnet 29,4 Mio. Euro) Umsatz – eine Größenordnung, die für die durch die Verluste im Tonträgerverkauf geprägte WMG-Bilanz eine merkliche Entlastung bedeuten könnte. Die WMG hatte im Rahmen ihrer letzten Quartalsbilanz angekündigt, dass finanzielle und personelle Ressourcen künftig auf Wachstumsbereiche wie die Digital- und Videodistribution konzentriert werden sollen.





