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Warner schreibt schwarze Zahlen

Die Warner Music Group schloss ihr Ende September 2006 abgelaufenes Geschäftsjahr mit einem Nettogewinn von 60 Millionen Dollar ab – im Vorjahr fielen noch Nettoverluste von 169 Millionen Dollar an.

Die Warner Music Group schloss ihr Ende September 2006 abgelaufenes Geschäftsjahr mit einem Nettogewinn von 60 Millionen Dollar ab – im Vorjahr fielen noch Nettoverluste von 169 Millionen Dollar an. Nach Umsätzen lag das Unternehmen dabei mit 3,516 Millionen Dollar nur um 0,4 Prozent über dem Vorjahr mit damals 3,502 Millionen Dollar. Dazu trug das US-Geschäft des Konzerns 48 Prozent bei, 52 Prozent entfielen auf die internationalen Warner-Gesellschaften. Die Umsätze aus dem Digitalgeschäft wuchsen um 126 Prozent auf 355 Millionen Dollar.

„Die Jahresbilanz unterstreicht noch einmal den laufenden Entwicklungsprozess der Warner Music Group“, meinte Chairman & CEO Edgar Bronfman jr.. „Die Umsatzzuwächse im digitalen Musikgeschäft konnten im Laufe des Geschäftsjahres die Verluste im physischen Bereich mehr als ausgleichen und durchbrachen im vierten Quartal erstmals die Marke von 100 Millionen Dollar.“ Angesichts der Jahresbilanz sei er sicher, dass sich „Warner Music auf dem richtigen Weg befindet“.

Das Musikgeschäft erzielte bei Umsätzen von 3,005 Millionen Dollar im gesamten Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 2,8 Prozent, das operative Ergebnis wuchs von 215 Millionen Dollar im Vorjahr auf nunmehr 317 Millionen Dollar. Zu den Verkaufsschlagern zählten erwartungsgemäß Aufnahmen von Madonna, James Blunt, Red Hot Chili Peppers, Enya und Green Day. Im Verlagsbereich fielen die Umsätze dagegen um 11,4 Prozent auf 538 Millionen Dollar.

Für das vierte Quartal weist Warner mit 854 Millionen Dollar ein Umsatzminus von 5,6 Prozent aus, währungsbereinigt lag das Minus gar bei 7,1 Prozent. Das Digitalgeschäft steuerte in den drei Monaten bis Ende September 12,2 Prozent aller Einnahmen bei. Beim operativen Quartalsgewinn profitierte das Unternehmen zudem von Einmaleffekten aus der Einigung der Plattenfirmen mit den KaZaA-Betreibern: Allein 13 Millionen Dollar des operativen Quartalsgewinns von 66 Millionen Dollar gehen auf den KaZaA-Fall zurück.

Das Musikgeschäft erzielte im vierten Fiskalquartal ein Umsatzminus von 5,7 Prozent, dabei fingen laut Warner-Bilanz Zuwächse in Spanien und Japan die schwächeren Zahlen aus „Großbritannien, Italien und anderen europäischen Ländern“ zumindest teils auf. Auf Ertragsseite erzielte die Musiksparte einen operativen Quartalsgewinn von 59 Millionen Dollar und eine operative Marge von 8,1 Prozent. Die Umsätze im Verlagsbereich gaben dagegen um 6,6 Prozent nach – dabei konnten Zuwächse im einstelligen Prozentbereich aus Aufführungsrechten Einbußen von fast 26 Prozent aus mechanischen rechten zumindest teils auffangen. Mehr zum Thema