Einen Tag vor der Jahresbilanz der Warner Music Group (WMG) schossen in den USA wieder die Gerüchte ins Kraut: Die EMI Group soll der WMG demnach ein inoffizielles Übernahmeangebot gemacht haben, das dem Spitzenmanagement um Edgar Bronfman jr. allerdings zu mickrig war.
Insiderberichten zufolge wollten die Briten 20 Dollar pro WMG-Aktie bezahlen. Damit läge das Angebot um 1,95 Dollar oder fast elf Prozent über dem WMG-Schlusskurs an der Wall Street vom 30. November in Höhe von 18,05 Dollar. Erst vor einer Woche noch gab es Gerüchte, wonach Warner bereit gewesen wäre, 300 Pence pro EMI-Aktie zu bezahlen. Offizielle Stellungnahmen der beiden Unternehmen gab es dazu freilich nicht.
Analysten rechnen vor Bekanntgabe der WMG-Bilanz mit Umsätzen von rund 815 Mio. Dollar im vierten Quartal und 3,4 Mrd. Dollar für das gesamte Geschäftsjahr. In den letzten drei Monaten seien die Albumabsätze der WMG nach Ansicht von Banc of America Securities zwar um rund zehn Prozent gefallen, doch insgesamt habe das Unternehmen seinen Marktanteil in einem schrumpfenden Markt halten können.






