Recorded & Publishing

Warner scheidet aus Famous-Versteigerung aus

Die direkten Mitbewerber von Famous Music werden beim Verkauf des Musikverlags möglicherweise nicht zum Zug kommen. Weil Famous-Besitzer Viacom angeblich zu viel Geld will, hat Warner Music bereits einen Rückzieher gemacht.

Die direkten Mitbewerber von Famous Music Publishing werden beim derzeit laufenden Verkauf des Musikverlags möglicherweise nicht zum Zug kommen. Weil die Famous-Mutter, der US-Medienkonzern Viacom, angeblich zu viel Geld will, hat die Warner Music Group (WMG) bereits einen Rückzieher gemacht.

Der US-Major sei zwar in die zweite Runde des Versteigerungsprozesses vorgedrungen, berichtet die „New York Post“ unter Berufung auf Insiderquellen. Doch Viacom habe zuletzt von allen Interessenten verlangt, dass sie ihr Erstgebot erhöhen müssen, um tieferen Einblick in die detaillierten Geschäftszahlen von Famous zu erhalten. Bei der WMG hält man die Forderungen von Viacom und der UBS Bank für unrealistisch, heißt es in New York. Aber auch Mitbieter wie Sony/ATV oder Universal Music Publishing stünden kurz vorm Ausscheiden aus dem Übernahmerennen.

Ursprünglich kursierte in der Branche ein Marktwert von rund 300 Millionen Dollar für Famous, Insider gehen inzwischen davon aus, dass Viacom eher auf einen Erlös von 350 Millionen Dollar spekuliert. Daher deute im Moment vieles darauf hin, dass Interessenten mit ausreichend Private-Equity-Kapital den Zuschlag erhalten werden. Damit lägen also vermutlich Bieter wie Charles Koppelman, der die Private-Equity-Investoren von GTCR hinter sich weiß, Strauss Zelnick und seine Beteiligungsfirma ZelnickMedia oder der privat finanzierte Verlag Primary Wave besser im Rennen.

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