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Warner pokert im Streit mit Apple hoch

Das Management bei Warner Music hetzt weiter gegen Apple. Nach CEO Edgar Bronfman schimpfte nun der Leiter für Digital Strategy über den Betreiber des iTunes Music Store und dessen harte Haltung zur Preisgestaltung. Michael Nash wäre im Zweifelsfall auch bereit, Apple die Verkaufslizenzen zu entziehen.

Das Management bei Warner Music hetzt weiter gegen Apple. Nach CEO Edgar Bronfman jr. schimpfte nun auch der Senior Vice President für Digital Strategy über den Betreiber des iTunes Music Store und dessen harte Haltung zur Preisgestaltung. Michael Nash wäre im Zweifelsfall auch bereit, Apple die Verkaufslizenzen zu entziehen.

Den Labels bleibe unter Umständen keine andere Wahl, als dem marktführenden Downloadhändler mit dieser Konsequenz zu drohen, sagte Nash im Rahmen des Fachkongresses CTIA Wireless & Entertainment. Der Manager vertrat dabei eine kontroverse Position: „Was machen wir denn, wenn Steve Jobs irgendwann mal entscheidet, dass Downloads nur noch 39 oder 29 Cents kosten? Da ohnehin nur sehr wenige Menschen ihre digitale Musik in Downloadshops kaufen, kann die Industrie dann natürlich sagen: Okay, wir drehen ihm den Hahn zu.“

Nash wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die iPod-Besitzer ihre Geräte meist mit gerippten CDs oder illegal besorgten Files füllen. Dem Erfolg des iPods werde auch ein von den Labels beschnittener iTunes Music Store keinen Abbruch tun, Apple werde sicher ein anderes Geschäftsmodell finden, meint Nash. Die Plattenfirmen seien indes selbst schuld an der Marktmacht, die der Computerhersteller im Downloadmarkt erlangt hat. „Die Industrie hatte sich einst geschworen, dass sie nicht noch ein weiteres MTV zulassen will. Nun, mit Apple haben wir jetzt doch ein zweites MTV. Und wir müssen uns damit auseinander setzen.“

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