Recorded & Publishing

Warner Music wächst nach Umsätzen und Erträgen

Während AOL Time Warner das Jahr 2002 mit einem Rekordverlust abschloss, legte die Warner Music Group nach Umsätzen und nach Erträgen zu.

Während der Gesamtkonzern in Höhe von fast 100 Milliarden Dollar abschloss, legte die Warner Music Group (WMG) im vierten Quartal und im Gesamtjahr nach Umsätzen und nach Erträgen zu: Im vierten Quartal steigerte WMG die Umsätze um sechs Prozent auf rund 1,3 Milliarden Dollar, das EBITDA wuchs in diesem Zeitraum um 25 Prozent auf 188 Millionen Dollar. Innerhalb von zwölf Monaten steigerte WMG die Umsätze um rund vier Prozent von 4,036 Milliarden im Jahr 2001 auf nunmehr 4,205 Milliarden Dollar, die EBITDA-Erträge stiegen in diesem Zeitraum um 15 Prozent von 419 Millionen auf 482 Millionen Dollar. Als Grund für das Umsatzplus nennt der Konzern vor allem die Übernahme der Plattenfirma World Entertainment, geringere Provisionszahlungen und Zuwächse in der Herstellung von DVDs. Allerdings hätte das schwächelnde Musikgeschäft diese Zuwächse gebremst. Zum Ergebnisplus hätten unter anderem verschiedene Kostenspar- und Umstrukturierungsmaßnahmen beigetragen, sowie sinkende Zinszahlungen. Höhere Ausgaben im Bereich A&R hätten die Ergebnisentwicklung allerdings gedämpft. Als Topseller nennt WMG Acts wie die Red Hot Chili Peppers, Josh Groban, Linkin Park, Faith Hill und Alanis Morissette. WMG-Chef Roger Ames bedankte sich bei seinen Mitarbeitern für das gute Ergebnis und unterstrich, dass „effizientes Management, finanzielle Disziplin und unsere erwiesenen Fähigkeiten beim Künstler-Development uns durch diese schwierigen Zeiten bringen werden“. Die große Herausforderung liege nun darin, einen legalen Online-Markt anzukurbeln.

Mehr zum Thema