Im Rahmen ihrer Pläne für einen Börsengang veröffentlichte die Warner Music Group auch die Geschäftsergebnisse für die letzten drei Monate des Jahres 2004. Da das Geschäftsjahr der WMG am 1. Oktober begann, handelt es sich dabei um das erste Quartal des Berichtszeitraums 2004/2005. Der Umsatz des viertgrößten Majors sank demnach um rund ein Prozent auf 1,09 Mrd. Dollar. Dafür machte die WMG wieder einen operativen Gewinn in Höhe von 36 Mio. Dollar. In den letzten drei Monaten des Jahres 2003 stand noch ein Verlust von 1,15 Mrd. Dollar in den Büchern. 82 Prozent der WMG-Umsätze stammen aus dem Verkauf von Tonträgern und digitalen Formaten, den Rest erwirtschaftet der Verlagsarm Warner/Chappell. Die verbesserte Bilanz lässt sich vor allem auf Einsparungen im Personalbereich und beim Künstlerstamm zurückführen.
Unterschiedlichen Schätzungen zufolge trennte sich Warner im letzten Jahr von 1400 bis 1600 Mitarbeitern. Außerdem profitierte die WMG, die weiterhin einen Großteil ihrer Umsätze außerhalb der USA erwirtschaftet, von dem anhaltend schwachen Dollarkurs. Dennoch bleibt unterm Strich eine Schuldenlast von 2,5 Mrd. Dollar in der Bilanz. Diesen Betrag will das Management um Edgar Bronfman jr. mit den erwarteten Einnahmen des Börsengangs abbauen. Mehr zum Thema





