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Warner Music übernimmt Madonnas Maverick-Anteile

Der Streit zwischen Madonna und Warner Music ist beigelegt. Die Sängerin verkauft ihre Anteile am gemeinschaftlich betriebenen Label Maverick an WMG. Der Kaufpreis wurde nicht genannt, doch angeblich musste der Superstar klein beigeben.

Der Streit zwischen Madonna und Warner Music ist beigelegt. Die Sängerin verkauft ihre Anteile am gemeinschaftlich betriebenen Label Maverick an WMG. Der Kaufpreis wurde nicht genannt, doch angeblich musste der Superstar klein beigeben. Übereinstimmenden amerikanischen Medienberichten zufolge bekamen Madonna und ihre Geschäftspartnerin Ronnie Dashev gerade einmal zehn Mio. Dollar für ihre 35 Prozent Firmenanteile – in einer Klage gegen WMG, die mit dieser Einigung nun außergerichtlich beigelegt wurde, hatten sie noch 200 Mio. Dollar wegen Vertragsbruch gefordert. Auch Guy Oseary, der Dritte im Maverick-Bunde, verkaufte einen kleinen Part seiner Label-Anteile, so dass die WMG nun zwischen 75 und 80 Prozent von Maverick besitzt. Genaue Zahlen wurden nicht bekannt. Oseary bleibt dem Label als A&R-Chef erhalten. Immerhin war er es, der in der fast zwölfjährigen Geschichte der Firma Künstler wie Alanis Morissette, Michelle Branch oder Candlebox entdeckt hatte. Die weitere Zusammenarbeit mit Morissette dürfte der WMG wichtig gewesen sein: Ihr aktuelles Album „So-Called Chaos“ ist derzeit die einzige Warner-Veröffentlichung, die in den US-Charts unter den Top 30 rangiert. Das Maverick-Büro soll nun von Beverly Hills nach Burbank, ins Gebäude von Warner Bros. Records, umziehen. Wieviele Mitarbeiter dabei ihre Jobs verlieren, ist noch unklar.

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