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Warner Music soll an Front Line interessiert sein

Die Warner Music Group steht angeblich kurz vor einem ungewöhnlichen Deal. Laut US-Medienberichten will der Major die Managementfirma Front Line von Branchenurgestein Irving Azoff übernehmen.

Die Warner Music Group steht angeblich kurz vor einem ungewöhnlichen Deal. Laut US-Medienberichten will der Major die Managementfirma Front Line von Branchenurgestein Irving Azoff übernehmen.

Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Unternehmen gibt es bereits seit Anfang 2005, doch nun sollen die Verhandlungen wieder intensiviert worden sein, berichtet das Magazin „Fortune“ unter Berufung auf Insiderquellen. Front Line Management gibt es bereits seit den 1970er-Jahren, zwischenzeitlich war Azoff in den 80ern als Chef des Labels MCA tätig.

Hintergrund für die anhaltenden Spekulationen: Mit den Private-Equity-Häusern Thomas H. Lee Partners und Bain Capital verfügen Warner Music und Front Line über dieselben Geldgeber. Branchenintern wird noch gerätselt, wie ein Zusammenschluss zweier Firmen mit derart unterschiedlichen Interessen funktionieren soll: Die vorrangige Aufgabe von Managern besteht darin, für ihrer Künstler die bestmöglichen Konditionen bei einem Vertrag mit einer Plattenfirma herauszuschlagen.

Gleichzeitig galt es bislang immer, alle Umsatzquellen abseits des Tonträgergeschäfts vor dem Zugriff der Labels zu schützen. Eine Fusion von Warner und Front Line würde diese Business-Logik infrage stellen. Aber angesichts der anhaltenden Absatzflaute im Tonträgergeschäft seien zahlreiche Künstler inzwischen bereit, ihre Plattenfirmen an anderen Einkommensquellen zu beteiligen, um ihre Verträge zu behalten, schreibt „Fortune“.

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