Recorded & Publishing

Warner Music meldet fürs dritte Quartal schwarze Zahlen

Erste Einblicke ins Zahlenwerk fürs jüngste Fiskalquartal hatte die Warner Music Group bereits vorab gewährt. Inzwischen schob der Musikkonzern die offizielle Bilanz nach, samt Zuwächsen bei Umsätzen und Vorsteuererträgen. Nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum steht zudem wieder ein dreistelliger Millionengewinn in den Büchern.

“Im fünften Quartal in Folge“ habe die Warner Music Group (WMG) die eigenen Ziele erreicht oder sogar übertroffen und damit „die Stärke unserer Strategie sowie die Dynamik unseres Geschäfts unter Beweis gestellt“, sagte Robert Kyncl als CEO des Musikkonzerns, als er am 5. August 2026 nach Handelsschluss an den New Yorker Börsen die jüngste Quartalsbilanz der WMG vorlegte: Die Ergebnisse seien getragen unter anderem vom Wachstum im Abonnementgeschäft und von Marktanteilsgewinnen würden die Fähigkeit des Konzerns belegen, „menschliche Kreativität zu fördern und zugleich Technologie sowie KI einzusetzen, um langfristig die Rentabilität zu steigern“.

Kurz zuvor hatte die WMG zunächst noch den bisherigen CFO Armin Zerza verabschiedet, dann die Bekanntgabe der Quartalsbilanz vorgezogen und zugleich ausgewählte erste Details dazu veröffentlicht. Diese zunächst noch geschätzten Zahlen ergänzt der Konzern nun.

So erzielte die WMG in den drei Monaten bis Ende Juni 2026, die zugleich das dritte Fiskalquartal im Geschäftsjahr des Musikkonzerns bilden, über alle Geschäftsfelder hinweg Umsätze in Höhe von 1,864 Milliarden Dollar, was im Vorjahresvergleich einem Plus von zehn Prozent entspricht. Um zehn Prozent wuchsen auch die Einnahmen des Plattenfirmenarms auf 1,488 Milliarden Dollar, während die Verlagssparte um zwölf Prozent auf 377 Millionen Dollar zulegen konnte.

Das operative Ergebnis wuchs im dritten Quartal sprunghaft um 80 Prozent auf 305 Millionen Dollar – hier drückten im Vorjahr unter anderem noch Restrukturierungskosten und Abfindungen in Höhe von allein 68 Millionen Dollar die Bilanz –, das bereinigte OIBDA-Vorsteuerergebnis wuchs derweil um 16 Prozent auf 433 Millionen Dollar.

Unterm Strich hatte die WMG vor Jahresfrist noch Verluste in Höhe von 16 Millionen Dollar melden müssen, nun kletterte das Nettoergebnis auf einen Überschuss in Höhe von 200 Millionen Dollar.

Für die ersten neun Monate meldet die WMG derweil bei Einnahmen in Höhe von 4,839 Milliarden Dollar ein Umsatzplus von zwölf Prozent. Das Nettoergebnis hat sich von 261 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum auf nunmehr 556 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.