Die Warner Music Group (WMG) verbuchte im Weihnachtsquartal bis Ende Dezember 2006, dem ersten Quartal des neuen Warner-Geschäftsjahres, prozentual zweistellige Rückgänge bei Umsatz und Nettogewinn. „Die großen Erfolge des letzten Geschäftsjahres sind für uns eine hervorragende Basis, bedeuten für uns aber zugleich und wie bereits zuvor erwartet ungewöhnlich schwierige Bedingungen im Jahresvergleich“, sagte WMG-Konzernchef Edgar Bronfman jr. bei der Vorlage der Quartalsbilanz am 8. Februar in New York. Finanzchef Michael Fleisher betonte, dass sich die WMG bei der Beurteilung ihres Geschäftserfolgs auf die Jahresbilanz konzentriere, angesichts der Veröffentlichungsplanungen des Unternehmens liege der Schwerpunkt deshalb diesmal eher auf dem Ende des Fiskaljahres.
Die ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres schloss die WMG bei Umsätzen von 928 Millionen Dollar mit einem Minus von elf Prozent zum Vorjahresquartal ab; währungsbereinigt lag das Minus gar bei 14 Prozent. Umsätze von 100 Millionen Dollar oder elf Prozent der Konzernerlöse entfielen aufs Digitalgeschäft, ein Plus von 45 Prozent zum Vergleichzeitraum des vorherigen Geschäftsjahres. „Was die digitale Verwandlung der Musikindustrie betrifft, bleiben wir spitze“, betonte Bronfman.
Das operative Ergebnis brach im ersten Quartal von 144 Millionen Dollar im Vorjahr um 44 Prozent auf 80 Millionen Dollar ein, das Ergebnis vor Abschreibung sank von 202 Millionen Dollar um 31 Prozent auf 140 Millionen Dollar. Der Nettogewinn sank von 46 Dollar pro Aktie im Vorjahreszeitraum auf zwölf Cent pro Aktie.
Die Sparte Recorded Music verbuchte bei 800 Millionen Dollar ein Umsatzminus von 13 Prozent, währungsbereinigt lag das Minus bei 16 Prozent. Zwölf Prozent der Einnahmen entfielen von Anfang September bis Ende Dezember aufs Digitalgeschäft. Der operative Gewinn der Tonträgersparte lag bei 99 Millionen Dollar, im Vergleichsquartal waren es noch 166 Millionen Dollar.
Das Verlagsgeschäft legte bei Umsätzen von 133 Millionen Dollar um zwei Prozent zu, währungsbereinigt fiel allerdings ein Minus von drei Prozent an. Der digitale Umsatzanteil der Publishing-Sparte lag bei 5,3 Prozent.






