Dass sich die Band Linkin Park nach monatelangem Streit letztlich doch noch mit der Warner Music Group geeinigt hat, ist bekannt. Nun gelangten auch Details des Friedensschlusses an die Öffentlichkeit. Für das nächste Album zahlt Warner einen Vorschuss von 15 Mio. Dollar. Das entspricht in etwa dem kolportierten Angebot, das die WMG bereits im Mai vorgelegt hatte.
Linkin Park und die Managementfirma The Firm wollten damals angeblich 60 Mio. Dollar Vorschuss für vier vertraglich ausstehende Alben. Warner bewegte sich dafür beim Tantiemensatz: Man habe den Künstleranteil auf rund 20 Prozent angehoben, hieß es.
Die Band war im Frühjahr wenig begeistert vom Börsengang ihrer Plattenfirma, der viele Mitarbeiter den Job kostete und dessen Einnahmen kaum ins laufende Geschäft flossen. Zwischenzeitlich war von einer vorzeitigen Vertragsauflösung die Rede, nun wollen beide Seiten noch länger zusammenarbeiten – der neue Vertrag sieht eine Option auf fünf Alben vor. Das erste davon soll Mitte nächsten Jahres erscheinen. „Trotz anfänglicher Bedenken wegen der veränderten Besitzverhältnisse im letzten Jahr ist die Band erfreut über die Marschrichtung des Unternehmens“, ließen beide Parteien offiziell wissen.
Warner Bros. Records unter der Leitung von Chairman Tom Whalley sei bestens für die internationale Vermarktung der Linkin-Park-Platten aufgestellt. Seit Linkin Park im Jahr 2000 bei Warner unterschrieb, verkaufte der Major in den USA über 18 Mio. Alben der Band.





