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Warner kauft Roadrunner

Die Warner Music Group übernimmt 73,5 Prozent der Anteile der niederländischen Roadrunner Music Group und zahlt den bisherigen Eigentümern eine Million Dollar pro Prozentpunkt.

Die Warner Music Group übernimmt 73,5 Prozent der Anteile der niederländischen Roadrunner Music Group und zahlt den bisherigen Eigentümern mit 73,5 Millionen Dollar eine Million Dollar pro Prozentpunkt, teils in bar, teils in Form anderer, nicht näher bestimmter Vergütungen. Roadrunner-Gründer Cees Wessels bleibt dem Unternehmen als Managing Director erhalten, das Gleiche gilt laut Warner-Informationen auch für alle anderen Roadrunner-Mitarbeiter.

In den USA soll Roadrunner künftig als eigenständige Labelgruppe unter dem Dach der Warner-Repertoire-Division Atlantic Records angesiedelt werden. Und auch im internationalen Bereich sollen die Roadrunner-Tochtergesellschaften künftig unters Dach von Warner schlüpfen und bei der Londoner Warner Music International andocken. Was das für den Vertriebsvertrag zwischen der deutschen Roadrunner-Niederlassung in Köln und Universal Music Deutschland heißt, ist noch unklar. In Deutschland scheinen zudem noch die Wettbewerbshüter ihr Plazet geben zu müssen: Laut Warner-Mitteilung sei damit allerdings schon im Januar 2007 zu rechnen.

Warners Amerika-Chef Lyor Cohen, der bereits im Jahr 2001 während seiner Zeit bei Universal die US-Bande zwischen der damaligen Island Def Jam Group und Roadrunner knüpfte, lobte die Reputation des Labels, und Cees Wessels bezeichnete Cohen als prädestiniert für eine erneute Partnerschaft.

Wessels gründete Roadrunner 1980 in den Niederlanden und baute das Label zu einem weltweit erfolgreichen Unternehmen mit Schwerpunkten in den Bereichen Metal und Hard Rock auf. Roadrunner verfügt über Niederlassungen in den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Japan und Australien und zählt Acts wie Nickelback, Slipknot oder Stone Sour zu seinem Künstlerstamm.