Recorded & Publishing

Warner-Investoren zweifeln an EMI-Strategie

Ein neues Übernahmeangebot von Warner Music für die EMI Group lässt weiter auf sich warten und erscheint zunehmend unwahrscheinlich. Nun sollen auch noch zwei der Investoren, die Edgar Bronfman einst beim Warner-Kauf den Rücken stärkten, abgewunken haben.

Ein neues Übernahmeangebot von Warner Music für die EMI Group lässt weiter auf sich warten und erscheint zunehmend unwahrscheinlich. Nun sollen mit Bain Capital und Thomas H. Lee auch noch zwei der Investmenthäuser, die Edgar Bronfman jr. einst beim Warner-Kauf den Rücken stärkten, abschließend abgewunken haben. Das zumindest berichtete die Londoner „Times“ in ihrer Sonntagsausgabe. Offenbar wird ihnen EMI zu teuer: Unter 300 Pence pro EMI-Aktie werde die aktuell von der EMI-Spitze favorisierte 265-Pence-Offerte aus dem Hause Terra Firma nicht auszubooten sein, meinten Insider bereits vor rund drei Wochen.

Da sich Bronfman zudem bei einer Investorenkonferenz in der vergangenen Woche nicht näher zum Thema EMI hatte äußern wollen, dürfte der Weg für Terra Firma und Guy Hands frei sein. Die von den Investoren gesetzte Frist zur Annahme des Angebots läuft derweil noch bis zum Mittag des 27. Juni.

An der Londoner Börse sorgte der Bericht nur für geringe Aufregung: Die EMI-Aktien notierten im Vormittagshandel am 11. Juni um gut ein Prozent im Minus, rangieren aber mit rund 270 Pence immer noch über der Offerte von Terra Firma – die Anleger scheinen demnach auch weiterhin auf ein höheres Gebot zu spekulieren.

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