Dem Musikstandort Hamburg droht ein erneuter Rückschlag. Die Hauptstadt versucht seit einiger Zeit wieder verstärkt, die Warner Music Group Germany zum Umzug nach Berlin zu bewegen. Noch ist unklar, mit welchen Mitteln. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, gebe es bereits „seit längerem Gespräche mit dem Berliner Senat“. Informationen von musikwoche zufolge traf sich Dr. Hans Estermann von der Wirtschaftsförderung Berlin zuletzt häufiger mit Vertretern des Warner-Managements. Welche Vorschläge er zu unterbreiten hatte und mit welchen Geldern die Hauptstadt die Umsiedlung finanzieren will, wurde nicht bekannt. Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) gab heute im „Hamburger Abendblatt“ zu, dass Berlin mit Subventionen in Millionenhöhe lockt. Uldall bedauerte, dass die Hansestadt derartige Finanzhilfen nicht bieten könne, zeigte sich aber zuversichtlich, dass „Hamburg der bessere Standort für ein Unternehmen ist, das auf Kreativität angewiesen ist, als eine durch Verwaltungsbeamte geprägte Regierungshauptstadt“. Berlin gelte bei der EU eben als strukturschwach und dürfe deshalb mit Finanzspritzen locken, die unter anderem an die Höhe des monatlichen Lohnaufkommens gebunden sind und für mindestens ein Jahr gezahlt werden. Gegenüber dem „Tagesspiegel“ bestätigte Christoph Lang von der Berliner Senatswirtschaftsverwaltung, dass man mit Warner spricht: „Noch ist nichts entschieden. Wenn ein Unternehmen nach Berlin will, rollen wir den roten Teppich aus und helfen.“ Laut „Handelsblatt“ will Hamburg die Offerte jedoch kontern. Die stadteigene Sprinkenhof AG soll Warner Music nun angeblich günstigere Büros anbieten. „Wir bemühen uns, ein Angebot zu entwickeln, das jeglicher Konkurrenz standhält“, so Hamburgs Senator Uldall. „Ich bin zuversichtlich, dass das Unternehmen in Hamburg bleibt.“ Ob sich Warner Music zu einem Umzug überreden lässt, bevor geklärt ist, ob EMI und Warner kooperieren werden, ist indes unklar. Eine Stellungnahme des Unternehmens liegt noch nicht vor.
Warner hört Berlins Lockrufe
Dem Musikstandort Hamburg droht ein erneuter Rückschlag. Die Hauptstadt versucht seit einiger Zeit wieder verstärkt, Warner Music zum Umzug nach Berlin zu bewegen. Noch ist unklar, mit welchen Mitteln.






