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Warner gibt im Kampf um EMI auf

Terra Firma hat freie Bahn für eine Übernahme der EMI Group. Die Warner Music Group hat nach Börsenschluss am 17. Juli verkündet, dass man kein neues Angebot für den britischen Major vorlegen werde.

Der Private-Equity-Investor Terra Firma hat freie Bahn für eine Übernahme der EMI Group. Die Warner Music Group (WMG) hat kurz nach Börsenschluss am 17. Juli verkündet, dass man kein neues Angebot für den britischen Major vorlegen werde. Damit gibt WMG-CEO Edgar Bronfman jr. nach mehr als einem Jahr das Rennen um den direkten Mitbewerber auf.

Die Buy-out-Experten von Terra Firma um Geschäftsführer Guy Hands sind damit die einzigen Kaufinteressenten mit einem aktiven Angebot für EMI. Bis zum Mittag (12 Uhr) des 19. Juli haben andere Bieter noch die Möglichkeit, eine Gegenofferte zu platzieren. Danach müssen sich die Aktionäre der EMI Group entscheiden, ob sie die im Mai von Terra Firma gebotenen 265 Pence pro Aktie annehmen wollen. Ein Verkauf ist damit also noch nicht garantiert. Bis vor wenigen Tagen hatten noch nicht einmal vier Prozent der EMI-Anteilseigner der Terra-Firma-Offerte zugestimmt. Auch wenn der Vorstand des Majors den Verkauf empfiehlt: Die Aktionäre können dennoch für die einstweilige Eigenständigkeit stimmen und das Merger-Theater zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

Eine winzige Hintertür hält sich dabei auch die WMG noch offen: Sollte binnen der nächsten sechs Monate ein weiterer Kaufinteressent – z.B. der ehemalige EMI-Chef Jim Fifield – bei EMI oder Terra Firma ein Angebot hinterlegen, behalte sich Warner das Recht vor, wieder in den Poker um die britische Firma einzusteigen.

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