Als erster Major hat sich die Warner Music Group (WMG) mit der Internetplattform YouTube auf ein Vergütungsmodell geeinigt. Gegen eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen gewährt Warner Nutzern von YouTube Zugriff auf seinen Katalog an Musikvideos, Hintergrundberichten und Künstlerinterviews. Auch die von Warner gehaltenen Musikaufnahmen stehen für die Vertonung selbst erstellter Videos frei.
Gleichzeitig mit dem Deal führt YouTube zum Ende des Jahres ein neues Content-Management-System ein, das die dafür notwendige Tantiemen-Abrechnung gewährleisten und den Weg für vergleichbare künftige Abkommen öffnen soll. Von der Partnerschaft würde nicht nur die Kommunikation zwischen Fans und Künstlern befördert, sagte WMG-Chairman und -CEO Edgar Bronfman jr. dem „Hollywood-Reporter“, sie stelle auch sicher, „dass Rechteinhaber und Künstler angemessen vergütet werden“.
„Unser Vertriebsmodell bietet Medienunternehmen die Möglichkeit, sich das große finanzielle Potenzial der nutzergenerierten Inhalte auf YouTube nutzbar zu machen“, sagte YouTube-Mitbegründer und CEO Chad Hurley. Laut Alex Zubillaga, Executive Vice President Digital Strategy And Business Development WMG, haben beide Unternehmen seit „vielen Monaten“ an einer Lösung gearbeitet. Die Majors unter Federführung von Universal Music hatten erst vor kurzem versucht, mit der Androhung von Urheberrechtsklagen öffentlichen Druck auf die laufenden Verhandlungen mit Social-Networking-Portalen wie YouTube oder MySpace aufzubauen.






