Die Warner Music Group (WMG) will sich künftig nicht mehr nur auf die Einkünfte aus dem Verkauf von Musik verlassen. CEO Edgar Bronfman jr. will in absehbarer Zeit Fimen aus den Bereichen Merchandising, Management und Publishing zukaufen. Unternehmensnahe Quellen erklärten der Londoner „Times“, dass Bronfman das Angebotsspektrum der WMG erweitern will. Zwar kursierten in den letzten Monaten immer wieder Gerüchte über eine mögliche Fusion der WMG mit EMI, doch ein Börsengang von Warner gilt inzwischen als die bei weitem wahrscheinlichere Option. Da kann eine Diversifizierung des Geschäftsmodells unter Umständen von Vorteil sein, mutmaßen Beobachter.
Sollte es tatsächlich zu Übernahmen kommen, gelten zwei Firmen als besonders heiße Kandidaten: Die britische Sanctuary Group, die schon heute als aufstrebender Indie die von Bronfman angestrebten Geschäftsfelder bestellt, und die amerikanische Managementfirma The Firm. Die Kalifornier erhielten erst im Oktober eine Finanzspritze von denselben Investoren, die Bronfman auch beim Kauf der WMG mit Barem aushalfen: Thomas H. Lee Partners und Bain Capital.






