Seit Januar häufen sich entsprechende Berichte in den Medien, nun macht es die Warner Music Group (WMG) offiziell: Um sich vor dem Börsengang noch einmal aufzuhübschen steigt Warner in ein Joint Venture mit Bad Boy Entertainment ein. Gründer Sean „P. Diddy“ Combs bleibt dabei CEO des Labels, das künftig als Bad Boy Records von der WMG-Repertoiredivision Atlantic betreut wird. Die Zusammenarbeit gilt weltweit und umfasst sowohl aktives Repertoire als auch den gesamten Katalog von Bad Boy.
Der ursprünglich noch bis 2006 bestehende Vertriebsvertrag zwischen Bad Boy und Universal ist damit mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Finanzielle Details gaben die beteiligten Firmen nicht bekannt, Insider schätzen den Deal auf 30 Mio. Dollar. Zu den aktiven Acts auf Bad Boy zählen B5, Boyz N Da Hood, Mase, Mario Winans, Carl Thomas, 8 Ball & MJG und P. Diddy selbst. Neben dem Tonträgergeschäft ist Combs‘ Firma Bad Boy Worldwide Entertainment Group (BBWEG) auch in den Bereichen Musikverlag, Künstlermanagement, TV- und Filmproduktion, Tonstudio, Kleidung (Sean John) und Gastronomie aktiv. Der Jahresumsatz von BBWEG liegt knapp unter 500 Mio. Dollar, das Unternehmen beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter.






