Live-Musik spielt im Konzept des Pay-TV-Senders Premiere eine immer wichtigere Rolle. So ist demnächst auf der Pay-Per-View-Plattform Premiere Direkt ein Mitschnitt des Wacken Open Airs zu sehen. „Das Wacken Open Air ist ein weltweit bekanntes Festival für Metal-Fans“, erklärt der Vice President Pay-per-View & on Demand von Premiere, Sebastian Lau. „Für uns ist die Metal-Zielgruppe interessant, weil sie vielseitige Bands umfasst, die sich sehr erfolgreich am Markt behaupten und eine große, treue Fangemeinde haben.“
Der Münchner Abo-Sender bietet ab 17. November Mitschnitte vom Wacken Open Air 2006 in drei VoD-Paketen an. Paket 1 umfasst melodischen Metal sowie Mittelalter-Rocker wie In Extremo und Subway To Sally. Paket zwei serviert klassischen Hardrock und Metal von Motörhead bis Rose Tattoo, während Paket drei mit Soulfly und Celtic Frost das härtere Spektrum abdeckt. Jedes Programm kostet acht Euro und umfasst auch die Wiederholungsausstrahlungen. Das gesamte, siebenstündige Wacken-Angebot bietet Premiere Direkt im „Festival-Ticket“ für 15 Euro an. Für Nicht-Abonnenten stehen die Konzertmitschnitte als kostenpflichtiger Stream auf der Internetseite des Senders zur Verfügung. „Sehr positiv“ sei die Resonanz auf das Wacken-Angebot in Internetforen und Zuschauermails, so Lau.
Allgemein seien Musikprogramme äußerst attraktiver Content für einen Sender wie Premiere. Bereits seit 2002 gibt es die Reihe „Premiere in Concert“ bei Premiere Direkt. Seit 2006 bieten auch der Video-on-Demand-Service Premiere Direkt+ und die Online-Plattform premiere.de Konzertmitschnitte an. Auf rund zehn exklusive Liveshows pro Jahr beziffert Lau den bisherigen Output des Senders. Zu sehen waren bei Premiere unter anderem Robbie Williams, Chris Rea, Peter Maffay, Tom Jones, Bon Jovi, a-ha, Die Toten Hosen, Kylie Minogue, Elton John, Depeche Mode und Janet Jackson sowie das Abschiedskonzert von Howard Carpendale in Zusammenarbeit mit Goldstar TV. „Musik ist ein Programminhalt, der sehr selektiv und zeitlich flexibel genutzt wird“, so der Vice President. Diesem Zuschauerverhalten könne man am besten mit Pay-Per-View- und Video-on-Demand-Angeboten entsprechen.
Nach Wacken sollen weitere Live-Highlights aus dem Rock- und Pop-Bereich ins Programm genommen werden. Geplant seien auch weitere Mitschnitte von Festivals und sonstigen größeren Events. „Wenn das Festival-Konzept von Wacken unsere Abonnenten überzeugt, werden wir auch verstärkt in diese Richtung gehen.“ Generell wolle Premiere auch Musikrichtungen anbieten, die sich abseits des Mainstreams bewegen, „wenn sie über eine treue Fangemeinde verfügen“, so Lau.






