Wie MusikWoche bereits in der aktuellen Ausgabe und im Livepaper berichtet, tritt der VUT aus der IFPI aus und beendet seinen Kooperationsvertrag mit dem Branchenverband zum 31. Dezember 2005. „Mit fast 1100 Mitgliedern ist der VUT heute der größte nationale Musikproduzentenverband der Welt, wobei unsere Mitgliedsfirmen zunehmend keine reinen Tonträgerunternehmen mehr sind, sondern mit Ausnahme des Einzelhandels nahezu alle Bereiche der Wertschöpfungskette abdecken“, so VUT-Präsident Peter James. „Als angeschlossenes Mitglied der deutschen IFPI ist der VUT damit in der Landschaft der deutschen Musikverbände nicht mehr angemessen platziert.“
„Selbstverständnis und Anliegen der VUT-Mitglieder sind nicht in allen Bereichen identisch mit denen, die die so genannten Phonoverbände vertreten“, sagte James. Der VUT halte ein punktuelles Koalitionsmodell darum für wesentlich wirkungsvoller als die bisherige Fraktionssituation, erklärte James die Entscheidung weiter.
„Dort, wo wir mit den IFPIs am selben Strang ziehen, sind wir natürlich jederzeit zu einem fantasievollen und energischen Schulterschluss bereit“, ergänzt VUT-Vorstand Fitz Braum (Four Music). „Wir haben viele gemeinsame Anliegen, die wir intensiver bearbeiten können, wenn wir uns künftig auf Augenhöhe darauf fokussieren.“
Darüber hinaus sei es besser, spezielle Interessen wie zum Beispiel die Künstlersozialkasse, Maßnahmen zur Sicherung der kulturellen Vielfalt oder Ideen zur Förderung der nationalen Musikwirtschaft künftig selbst zu vertreten. Der VUT hatte sich 1996 als außerordentliches Mitglied der Deutschen Landesgruppe angeschlossen.






