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VU will Universal Music behalten

Der französisch-amerikanische Mischkonzern Vivendi Universal (VU) sieht vorerst vom Verkauf seiner Musiksparte Universal Music ab.

Der französisch-amerikanische Mischkonzern Vivendi Universal (VU) sieht vom Verkauf seiner Musiksparte Universal Music ab. Das zumindest berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD) heute. Die Sparte bleibt nach Angaben aus Konzernkreisen zumindest mittelfristig ein wesentlicher Bestandteil des Konzerns. „Es wäre närrisch, Universal Music nicht zu behalten. Schließlich wirft es Geld ab und trägt mit über einer Milliarde Euro zum Jahresgewinn bei“, sagte ein nicht namentlich genannter VU-Manager der „FTD“. Demnach dürfte auch das Übernahmeangebot des US-Ölmoguls Marvin Davis scheitern. Er wollte für den Kauf der VU-Unterhaltungssparte 20 Milliarden Dollar hinblättern. Vivendi wies jedoch das Angebot mit der Bemerkung zurück, es sei „nicht offensichtlich, dass die Davis-Gruppe mehr Wert erschaffen könnte als Vivendis eigenes Management“. Nun hofft VU mit dem Festhalten an Universal Music, dass Davis das Interesse an der Musiksparte verliert und sein Angebot zurückzieht. Der Konzern hat für den 6. März eine Vorstandssitzung einberufen, die über den Abbau des mittlerweile 19 Milliarden Euro großen Schuldenbergs entscheiden soll, wobei der Verkauf der Musiksparte außen vor bleibt. Von VU selbst gab es keine offizielle Stellungnahme zur Zukunft von Universal Music noch zu den Themen der Sitzung. Im Anschluss an das Management-Meeting will der Konzern seine Jahresbilanz für das Jahr 2002 veröffentlichen. Analysten gehen bereits jetzt von einem Vorsteuergewinn in Höhe von 4,44 Milliarden Euro aus – das wäre deutlich mehr als noch 2001: Damals erwirtschaftete VU nur 3,8 Milliarden Euro.

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