Recorded & Publishing

VU machte 13,6 Milliarden Euro Verlust

Einen Konzernverlust von 13,6 Milliarden Euro gab der Medienkonzern Vivendi Universal (VU) bei der Präsentation seiner Jahresbilanz für 2001 bekannt.

Einen Konzernverlust von 13,6 Milliarden Euro gab der Medienkonzern Vivendi Universal (VU) bei der Präsentation seiner Jahresbilanz für 2001 bekannt. Zwar freute sich der Konzern über einen Anstieg der Vorsteuerergebnisse (EBITDA) auf fünf Milliarden Euro beim Kerngeschäft Media&Communications. Der Erfolg sei jedoch durch einmalige Firmenwert-Abschreibungen in Höhe von 15,2 Milliarden Euro getrübt worden. Die Abschreibungen haben mit der Umstellung der Bilanzlegung von französischem auf US-amerikanisches GAAP zu tun. In den letzten Wochen beklagten Analysten zunehmende Transparenzmängel in der Finanzkommunikation bei VU. Nicht zuletzt deshalb fiel der Kurs der VU-Aktie seit Jahresanfang um etwa 23 Prozent. Die Schuldenlast des Konzerns liegt nun bei 19,1 Milliarden Euro. Abgesehen davon betrug der Umsatz im Mediengeschäft 28,115 Milliarden (plus zehn Prozent), das EBITDA lag bei 5,036 Milliarden (plus 34 Prozent) und der operative Gewinn bei 1,838 Milliarden Euro. Die Universal Music Group (UMG) trug dazu einen Umsatz von 6,56 Milliarden, ein EBITDA von 1,158 Milliarden und einen operativen Gewinn von 719 Millionen Euro bei. Interessantes Detail: Die Top Ten der UMG im Jahr 2001 verkauften 35 Prozent weniger Einheiten als die des Vorjahrs. Allerdings ging der Gesamtumsatz der UMG nur um ein Prozent zurück. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet VU-CEO Jean-Marie Messier trotz allem mit einem organischen Wachstum von zehn Prozent, das er jedoch ohne weitere Zukäufe realisieren will.