In den Berliner Messehallen sorgte der von MusikWoche präsentierte Popkomm 2005-Panel „Pop & Politics“ für Aufsehen, und auch im Internet auf www.musikwoche.de bleibt die Bundestagswahl wenige Tage vor der Entscheidung ein Thema. Vor allem zwei Veränderungen fallen jedoch ins Auge. Die Union büßt zwei Prozentpunkte ein liegt derweil nur noch bei 20,4 Prozent aller Stimmen. Dagegen ist die FDP mit 14,8 Prozent konstant geblieben. Trotzdem reicht der Wert beider zusammen, obwohl er um einiges höher liegt als bei den zuletzt veröffentlichten Umfragewerten der Gesamtbevölkerung, nicht aus, um gemeinsam die bestehende rot-grüne Koalition abzulösen. Denn auch die SPD (37,3 Prozent) und die Grünen (17,1 Prozent) halten ihr Ergebnis der vergangenen Woche.
Gewinner der letzten Tage ist überraschenderweise die Linkspartei.PDS, die sich von 7,6 Prozent auf nun 10,4 Prozent verbessert. Werner Jürgens, Geschäftsführer Radio-Vision, übt indes Generalkritik: „Ich vermisse die Antwortmöglichkeit ‚Keine der angegebenen Parteien‘. Das würde nämlich am besten zutreffen. Wer konkrete Anfragen an die Parteien zum Thema Musikbusiness stellt, bekommt nämlich so gut wie nie eine Antwort – auch nicht von den eigentlich dafür zuständigen Ausschussmitgliedern.“ So möge die Musikindustrie doch überlegen, schlägt Jürgens vor, eine eigene Partei zu gründen. „Wie wär’s etwa mit der DRRP, der Deutschen Rock’n‘ Roll-Partei? Politik wird doch sowieso immer mehr zum reinen Showbiz. Und das ist doch ein Metier, in dem wir uns von der Musikindustrie bestens auskennen.“
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