Recorded & Publishing

vote/quote: Singles spalten die Branche

Die Single als physischer Tonträger ist auf dem absteigenden Ast. In Großbritannien warf die Handelskette Asda das schwächelnde Format neulich kurzerhand ganz aus den Regalen. Die Frage nach der Zukunft des Hit-Tonträgers ruft in der Branche ein geteiltes Echo hervor.

Die Single als physischer Tonträger ist auf dem absteigenden Ast. In Großbritannien warf die Handelskette Asda das schwächelnde Format neulich kurzerhand ganz aus den Regalen. Die Frage nach der Zukunft des Hit-Tonträgers ruft in der Branche ein geteiltes Echo hervor.

Gut die Hälfte der Teilnehmer der jüngsten vote/quote-Umfrage von MusikWoche sieht das Format früher oder später vor dem Aus. Die andere Hälfte glaubt unverdrossen an dessen Fortbestehen. „Physisch oder nicht physisch, das ist hier die Frage“, bringt Heiko Volkmer von der Firma Radio-Vision die Tragödie auf den Punkt. Es müsse die Frage nach dem Inhalt und nicht nach dem Tonträger an sich gestellt werden. Denn wer brauche schon sechs bis acht verschiedene Remixe eines Songs? Meist lohne eben nur der Download des einzelnen Hits: „Doch wenn die Musik nicht stimmt, spielt auch dies bald keine Rolle mehr“, warnt Volkmer.

Die neue Onlineumfrage von MusikWoche beschäftigt sich mit der Zukunft des Longplay-Formats: Hat das klassische Album aufgrund sich ändernder Hörgewohnheiten bald ausgedient oder bleibt es als künstlerische Ausdrucksform weiterhin unverzichtbar?