Auch nach dem Ende der Deutschlandtournee von Robbie Williams sorgten die Knebelverträge, gemäß denen die Konzertfotografen auf die Rechte an ihren Bildern verzichten sollten, für Empörung. Das zeigt auch das Ergebnis der jüngsten vote/quote-Umfrage von MusikWoche, bei der sich immerhin 38,6 Prozent der Teilnehmer im Streit um die Fotogenehmigungen auf die Seite der Fotografen schlugen, da solche Verträge die Pressefreiheit beschneiden.
Allerdings ergibt sich unter dem Strich durchaus ein differenziertes Bild, denn viele Teilnehmer zeigen Verständnis für den Künstler und sein Management: Immerhin 25,9 Prozent aller Voter, also ein sattes Viertel, halten es für unabdingbar, dass ein Künstler wie Robbie Williams seine Rechte wahrt – eine insofern nachvollziehbare Position, als Merchandise-Artikel mittlerweile einen hohen Stellenwert genießen, sodass es für den Künstler darum geht, das Copyright am eigenen Bild zu schützen.
In der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle, in denen Fotografen Konzertfotos ohne Genehmigung für kommerzielle Zwecke zweit- und drittverwerteten – zum Beispiel für nichtlizenzierte Merchandise-Produkte. In dieselbe Kerbe schlagen letztlich weitere 18,9 Prozent der Umfrageteilnehmer, die den Fotografen eine Mitschuld geben. Die Forderung, beide Seiten sollten einen Kompromiss aushandeln, wie ihn das Management für die deutschen Williams-Konzerte dann tatsächlich auch anbot, blieb bei dieser Sachlage eher ein Minderheitenwunsch: Nur 14,2 Prozent sprachen sich dafür aus.
Die neue vote/quote-Umfrage beschäftigt sich mit einem neuen Format, auf das die Warner Music Group offenbar Hoffnungen setzt: Das so genannte DVD-Album – Hoffnungsträger oder Fehlinvestition? Stimmen Sie mit ab auf musikwoche.de






