Die ambivalente Bilanz der Midem, die einen Zuwachs bei den Besuchern, aber einen Rückgang bei Ständen und Ausstellern verzeichnete, spiegelt sich auch in den Ergebnissen der vote/quote-Umfrage wider. Denn rund drei Viertel aller Teilnehmer stehen der Messe in Cannes skeptisch bis ablehnend gegenüber. Gleichzeitig provozierte die Frage ausschließlich positive Statements von musikwoche-Lesern. So hält Rolf Bähnk, Label Consultant bei Soulfood, die Midem besonders für Indies unverzichtbar. „Es gibt keinen vergleichbaren Tummelplatz, um Labels oder Produkte zu akquirieren wie auch Exportmöglichkeiten zu sondieren. Nichts gegen die Popkomm, aber global ist sie nun wirklich kein Vergleich zur Midem.“ Als Refugium lobt Rechtsanwalt Jens Schippmann die Veranstaltung: „In Zeiten aufgescheuchter A&R-Messen wie der Popkomm gewinnt eine traditionelle Business-Messe wie die Midem wieder an Bedeutung. Denn in der gegenwärtigen Situation der Branche kann es nicht mehr da-rum gehen, kurzfristige Casting-Formate auf Messen auch noch auszuleben und abzufeiern, sondern das Business für die Musikschaffenden vo-ranzubringen.“ Das findet auch Georg Roth, Q-Vertriebsleiter: „Die Midem ist in meinen Augen, wie die Popkomm sein sollte – extrem international und businessorientiert.“ Auf den Punkt bringt es Robert Larasser, Geschäftsführer RL Promotion Medienservice: „Die Midem ist für internationales Business unverzichtbar. Wer nicht mehr nach Cannes kommt, für den heißt es ‚Rien ne va plus'“.
vote/quote: Midem entzweit die Gemüter
Die ambivalente Bilanz der Midem spiegelt sich auch in den Ergebnissen der musikwoche-vote/quote-Umfrage wider.






