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vote/quote: Gerät Kartenhaus ins Wackeln?

Auf musikwoche.de stimmten die Nutzer darüber ab, welche Auswirkungen die Kartenhaus-Übernahme durch Ticketmaster haben würde. Eine Mehrheit von 39,8 Prozent hält dabei vor allem den anschließenden Rückzug von CTS Eventim für entscheidend und sieht die Übernahme als Pyrrhus-Sieg.

Als die amerikanische Firma Ticketmaster im Verbund mit DEAG jüngst den deutschen Ticketanbieter Kartenhaus übernahm und CTS Eventim kurz darauf seine Inhalte für Kartenhaus sperrte, geriet die Live-Branche in Bewegung. Und ein Ende ist noch nicht abzusehen: Denn das Landgericht München machte Ticketmaster wenig Hoffnung, dass eine einstweilige Verfügung auf einen Wiederanschluss an die CTS-Dienste Erfolg haben könnte. Derweil stimmten auf www.musikwoche.de die Nutzer darüber ab, welche Auswirkung diese Ereignisse haben würden.

Eine Mehrheit von 39,8 Prozent hält vor allem den Rückzug von CTS Eventim für entscheidend: Die Übernahme von Kartenhaus durch Ticketmaster sei nur ein Pyrrhus-Sieg, denn die von CTS betreuten, attraktiven Tourneen hätten Kartenhaus die meisten seiner Kunden beschert. Dagegen begrüßen 25,8 Prozent die Entwicklung, da sie Bewegung in den Markt bringe und Konkurrenz das Geschäft belebe.

Weitere 21,5 Prozent geben an, dass die Übernahme zwar den deutschen Markt aufmischen wird, wollen sich aber nicht festlegen, ob zum Guten oder Schlechten. So kommentiert etwa Dirk Hohmeyer, Chef von P.S.E. Germany: „Dass hier ein Monopol aufgebrochen wird, ist durchaus begrüßenswert. Die jetzt kommenden Positionierungskämpfe verfolge ich mit Interesse.“ Lediglich 12,9 Prozent bewerten den Schachzug von Ticketmaster und DEAG als „genialen Coup“, weil damit für Ticketmaster der Weg in den deutschen Markt weit offen stünde.

In der aktuellen Umfrage auf musikwoche.de können Sie wieder Ihre Meinung zu einem Branchenthema abgeben. Ein Klick genügt. Das aktuelle Thema lautet: Halbzeit im Saisongeschäft – Was erwarten Sie noch?