Der Fortbestand des Exportbüros GermanSounds ist gefährdet. Während hinter verschlossenen Türen über die Finanzierung verhandelt wird, übt sich die Branche in Solidarität: Eine MusikWoche-Umfrage fiel eindeutig positiv aus.
Das gab es noch nie bei einer Umfrage auf www.musikwoche.de: Kein einziger Teilnehmer stimmte der Aussage zu, GermanSounds habe „rein gar nichts“ gebracht; lediglich 4,6 Prozent der Stimmen entfielen auf die Aussage, das Musikexportbüro sei nicht bezahlbar. Dafür gab es eine Welle von Solidaritätsbekundungen – nicht nur per Online-Abstimmung, sondern auch per Mail.
So schrieb Claudia Seeber, Handelsbeauftragte für Kulturwirtschaft an der kanadischen Botschaft in Berlin: „Durch GermanSounds erhält die deutsche Musikbranche im Ausland ein einheitliches Gesicht und präsentiert sich als verlässlicher Partner für das Branding deutscher Musik im Rahmen gezielter Werbekampagnen.“ Diese Einschätzung teilen 62,4 Prozent, also rund ein Drittel aller Umfrageteilnehmer; ein weiteres Drittel (32,9 Prozent) wünscht sich allerdings effizientere Strukturen.
Matthias Roenigh alias Dr. Motte forderte Gelder aus dem Kulturetat und kritisierte die Politik, weil sie die Bedeutung eines Exportbüros nicht erkenne. Das Beispiel Frankreich, so Christian Kessler von Poets Club Records, habe doch gezeigt, wie nützlich eine solche Institution sei.






