Auf die Frage, was die musikwoche.de-User von Live 8 halten, reagierte eine Mehrheit mit Kritik. 30,2 Prozent aller Teilnehmer, und damit die größte Gruppe, geben sich nüchtern. Sie glauben, dass sich die G8-Politiker nicht von Live 8 beeindrucken lassen werden. Fast genauso viele Voter gehen in ihrer Kritik sogar noch weiter: 29,5 Prozent halten den Konzertmarathon für einen „fragwürdigen Egotrip einiger Gutmenschen“.
Allerdings würdigten auch 24,1 Prozent das Engagement der Musiker, und weitere 11,5 Prozent lobten Live 8 als „Segen für die Armen“. Diese Meinung vertritt auch Sven Buhrmester, Sales Manager bei MConnexion: „Es ist schade, dass die Neuauflage des Live-Aid-Konzertes von 1985 so lange auf sich warten ließ. Man sollte überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, einen solchen Event alle vier Jahre zu organisieren.“
Kritik übt dagegen Werner Jürgens, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Radio-Vision: „Wenn die Menschen in den so genannten Industriestaaten mehr über afrikanische Musik wüssten, dann würde sie sich auch bei uns und auf internationaler Ebene besser verkaufen. Das würde dann sicherlich auch den Menschen dort zugute kommen. Denn in dieser Beziehung hat Live 8 kläglich versagt.“ Das kurzfristig in Johannesburg angesetzte Konzert hätte kaum mehr als reine Alibi-Funktion gehabt. Lediglich das Engagement von Peter Gabriel sei ernsthaft und glaubwürdig gewesen. Deswegen schlägt Jürgens einen afrikanischen Schwerpunkt auf der Popkomm 2005 vor.
In der aktuellen Umfrage auf musikwoche.de können Sie wieder Ihre Meinung zu einem Branchenthema abgeben. Ein Klick genügt. Das aktuelle Thema: Musik-DVDs sind zu teuer, klagen die Händler und fordern günstigere Preise. Der richtige Weg?






