Die Antwort fiel eindeutig aus: Rund 65 Prozent aller Umfrageteilnehmer, die bei der jüngsten vote/quote-Aktion auf www.musikwoche.de spekulieren sollten, ob und wann die Fusion von EMI Group und Warner Music kommt, glauben, dass der Merger bereits in diesem Jahr oder 2008 umgesetzt wird. Eine Mehrheit von 42,8 Prozent dieser Gruppe ist gar der Überzeugung, dass die Verbindung der Kölner und Hamburger noch im laufenden Jahr Realität wird.
Beinahe gleich groß stellen sich dagegen die beiden Fraktionen der Skeptiker dar: 16,4 Prozent halten die Fusion noch für Zukunftsmusik, und 17,1 Prozent erteilen dem geplanten Zusammenschluss eine klare Abfuhr. Sie glauben nicht daran, dass sich das jemals umsetzen lässt. Immerhin lassen auch die letzten Meldungen eine unsichere Zukunft des Vereinigungsprozesses vermuten. Denn EMI will mehr Geld, das Warner derzeit wohl schlicht nicht hat.
Vor allem das Abschneiden der Warner Music Group an der Wall Street stellt einen Stolperstein dar: Die US-Firma hatte zuletzt den Tiefstwert der vergangenen 52 Wochen erreicht. Angesichts des mangelnden Vertrauens der Anleger fehlt Warner-CEO Edgar Bronfman jr. der Spielraum für große Offerten in Richtung London. Selbst hohe Angebote dürften die EMI kaum umstimmen. Das liegt unter anderem daran, dass sich Warner noch nicht bereit erklärt hat, die Kosten für ein etwaiges Scheitern der Fusion bei den Wettbewerbshütern der EU zu tragen.
In der aktuellen Onlineumfrage von MusikWoche geht es um die Frage, ob Yusuf Islam den Sonder-Echo für seine Rolle als Mittler zwischen den Kulturen zu Recht erhalten hat.






