Bei der Präsentation der Halbjahresbilanz des Bundesverbandes Phono wies Verbändechef Gerd Gebhardt jüngst auf relativ positive Entwicklungen hin – trotz eines Minus von 9,9 Prozent. Vor allem gäben die Verkaufszahlen von Longplay-CDs, die auf hohem Niveau konstant gebliebenen Absatzzahlen von Musik-DVDs sowie 8,5 Mio. legale Trackdownloads begründeten Anlass zur Hoffnung für die mittelfristige Zukunft.
Gefragt, ob sie diese Einstellung des Bundesverbandes teilen, wollte sich eine knappe Mehrheit der Teilnehmer an der Online-Abstimmung auf www.musikwoche.de Gebhardts optimistischer Prognose indes nicht anschließen. Denn insgesamt 34,7 Prozent bekundeten, sie könnten leider keine Signale erkennen, die Anlass zur Hoffnung geben würden. Gestützt auf ihre eigenen Beobachtungen prognostiziert diese Gruppe pessimistisch, dass die Rettung noch weit sei.
Auch die zweitstärkste Fraktion der Umfrageteilnehmer schlägt sich auf die Seite der Skeptiker: Dabei sehen diese 27,3 Prozent aber nicht völlig schwarz, da sie das analoge Geschäft sowieso als abgewirtschaftet einschätzen und auf die digitale Zukunft setzen, die Downloads und Mobile Entertainment bereits jetzt eingeläutet haben. Doch eine fast genauso starke Gruppe gibt Gebhardt zum Teil Recht: So urteilen 26,7 Prozent, dass die Branche auf einem guten Weg sei. Ungebrochen optimistisch geben sich allerdings nur 11,3 Prozent. Sie erkennen überall positive Tendenzen und hoffen dabei auf das traditionell starke vierte Quartal zum Saisongeschäft.
In der aktuellen Umfrage auf musikwoche.de können Sie wieder Ihre Meinung zu einem Branchenthema abgeben. Ein Klick genügt. Die aktuelle Frage lautet: Was versprechen Sie sich von der zweiten Berliner Popkomm?






