Recorded & Publishing

Vodafone prophezeit Chancen für Klassik-Klingeltöne

Tina Rodriguez, Head of Music Vodafone D2, sieht große Möglichkeiten für den Verkauf von Klassiktiteln als Klingel-und Freizeichentöne für Mobiltelefone. Innerhalb der nächsten zwei Jahre rechnet ihr Konzern mit einem deutlichen Anteilsanstieg für Klassikwerke.

Tina Rodriguez, Head of Music Vodafone D2, sieht große Möglichkeiten für den Verkauf von Klassiktiteln als Klingel-und Freizeichentöne für Mobiltelefone. Innerhalb der nächsten zwei Jahre rechnet ihr Konzern mit einem deutlichen Anteilsanstieg für Klassikwerke.

„Bisher war hier das Klassikgenre im Vergleich zum Anteil im Tonträgerbereich unterrepräsentiert, aber in jüngster Zeit wächst das Interesse, in diesen Markt vorzudringen“, erklärte Rodriguez in einem Gespräch mit der dpa. „Beethovens 9. ist allemal schöner für die Ohren als quakende Frösche“, fügte die Musikchefin des Mobilfunkunternehmens hinzu. Aus musikalischer Sicht sei es dabei nicht problematisch, mehrminütige Stücke der Klassik auf kurze Passagen mit Wiedererkennungswert zu kürzen. Zudem gebe es bereits Online-Angebote von traditionsreichen Symphonieorchestern, die Klingeltöne ihrer Stücke als Download verkaufen.

Rodriguez analysiert und erörtert die Mobil-Vermarktung von Klassik-Interpreten am 24. Mai auf einer Informationsveranstaltung unter dem Motto „Musikdownload fürs Handy – auch ein Weg für die Klassik?“ in der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.