Auch nach dem Rücktritt Jean-Marie Messiers als CEO von Vivendi Universal (VU) kommt der krisengeschüttelte Großkonzern nicht zur Ruhe. Erneute Kurseinbrüche und der Verdacht auf Bilanzmanipulation schwächen VU nachhaltig. Nach der von Messiers Rückzug . Am 2. Juli schickte jedoch ein neues Rating der Agentur Moody’s die Aktien wieder auf Talfahrt: Zwischenzeitlich sank der Kurs um über 34 Prozent. Laut Moody’s sind die VU-Aktien inzwischen mit „Junk Bonds“ – also hochspekulativen Wertpapieren – vergleichbar. Die Banker glauben nicht mehr daran, dass der Konzern sich auf absehbare Zeit entschulden kann. Zusätzliches Öl ins Feuer goß ein Artikel in „Le Monde“, der VU unterstellt, die 2001er Bilanz um 1,5 Milliarden Euro geschönt zu haben. Der Konzern bestritt jedoch auf seiner Website jedwede Unregelmäßigkeit. Nun prophezeien Beobachter eine Aufspaltung des Konzerns in Medien- und Nicht-Mediengeschäft. Die soll Messiers Nachfolger durchsetzen. Wer das wird, ist noch unklar. Als sicher gilt, dass es ein Franzose sein wird, der die hat. Heißeste Kandidaten derzeit: Jean-René Fourtou (Aventis) oder Marc Vienot (Société Générale). Jetzt fürchten etwa 380.000 Beschäftigte einen Stellenabbau. Indes will sich Messier nicht ohne Widerstand vor die Tür bitten lassen: Zwölf Millionen Euro Abfindung verlangt er laut „Le Monde“ – und juristischen Schutz vor möglichen Schadensersatzforderungen.
Vivendi-Krise verschärft sich – Konzernspaltung befürchtet
Auch nach dem Rücktritt Jean-Marie Messiers als CEO von Vivendi Universal (VU) kommt der krisengeschüttelte Konzern nicht zur Ruhe. Erneute Kurseinbrüche und angebliche Bilanzmanipulationen schwächen VU nachhaltig.






