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Vivendi-Hauptversammlung sorgt für Aufsehen

Tumultartige Szenen und unschöne Worte bestimmten das Bild auf der diesjährigen Hauptversammlung von Vivendi Universal. Chairman und CEO Jean-Marie Messier musste einige Kritik einstecken, entging aber einer Entmachtung.

Mitarbeiter von Canal Plus, empört über die , hatten nicht nur Aktien von Vivendi Universal erworben, um bei der Versammlung dabei sein zu können, sondern kleideten sich auch in T-Shirts mit der Aufschrift „Messier – Mega-Liar“. Buh- und Zwischenrufe („Lügner!“, „Dieb!“) gipfelten laut Zeitungsberichten in folgendem kurzen Dialog zwischen den Zuhörern und Messier, der unter Polizeischutz den Saal betrat: Um die Situation zu erklären, begann Messier einen Satz mit „Die einzige Antwort darauf ist…“, die Menge brüllte „zurückzutreten“. Messiers Lösungswort war indes „Transparenz“. Der gesunkene Aktienkurs und der hohe Schuldenstand waren ebenfalls Anlass zur Kritik, vereinzelt warfen Aktionäre aber auch Lescure vor, die Finanzen von Vivendi Universal ruiniert zu haben. Messier wendete die drohende Entmachtung allerdings ab und präsentierte statt dessen , die Anleger wie Analysten positiv überraschten. Demnach wuchsen das EBITDA um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der Umsatz im Bereich Media & Communication stieg um zwölf Prozent.