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Viva Media bleibt bei Prognose für 2002

Trotz der Verluste bei Viva Plus ändert die Viva Media AG ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr nicht. Allerdings bestätigte das Unternehmen nun zahlreiche Entlassungen beim Tochtersender.

Wie jetzt auch offiziell bekannt wurde, hat die Viva Media AG im Zuge der bei Viva Plus 40 von insgesamt 50 Mitarbeitern entlassen. „Die Versuche vom Jahresbeginn, aus Viva Plus ein ‚CNN des Musik-TV‘ zu machen“, bezeichnete der Viva-Vorstandsvorsitende Dieter Gorny in einem dpa-Gespräch als beendet. „Wir haben das Internet als interaktives Medium überschätzt“, erklärte Gorny. Bei einem Pressegespräch am 12. November in München hatte er bereits angekündigt, dass für Viva das Handy als interaktives Medium nun im Vordergrund stehe. So können die Zuschauer von Viva Plus seit Anfang Oktober über Telefon die Clipauswahl des Senders bestimmen. Damit sprang der Marktanteil des Senders laut von 0,5 auf 1,4 Prozent. Trotz der Viva-Plus-Verluste aus der ersten Jahreshälfte bleibt Gorny bei seiner Prognose, die eine Umsatzerwartung von 109 Millionen Euro, 26 Millionen beim Ebitda und 15 Millionen beim Ebit umfasst. Zufrieden zeigt sich Gorny auch mit der Entwicklung der konzerneigenen TV-Produktionsfirma Brainpool. Mit den für verschiedene andere Fernsehsender produzierten Shows wie „tv total“ oder „Ladykracher“ sei Viva nicht mehr nur von Werbeerlösen abhängig, so Gorny beim Pressegespräch.