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Viva macht wieder Gewinne

Auf der Bilanzpressekonferenz erklärte die Viva Media AG, wieder in die Gewinnzone gekommen zu sein. Das lag an den Erlösen der Verkäufe des Viva-Plus-Anteils und gestiegenen Erträgen aus dem Geschäftsfeld TV-Produktionen. Der Viva-Vorstand kündigte zudem Änderungen bei der Management-Struktur von Viva Fernsehen und die geplante Übernahme der Popkomm. an.

Als Gründe für diese Gewinne nennt die Viva Media AG unter anderem die 30 Millionen Euro, die aus dem Verkauf der Anteile von Viva Plus entstanden, eine „nachhaltige Optimierung der internen Strukturen und des Beteiligungsportfolios“. So sank die Anzahl der festangestellen Mitarbeiter von 770 auf 580 und die Gesellschaften Westka Interactive, Grègoire Furrer Productions und Viva connect gehören nicht mehr zu Viva. Insgesamt kletterte der Konzernumsatz von 112,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 113 Millionen an, wobei die Erlöse aus dem Segment Musik-TV von 58,3 Millionen auf 56 Millionen Euro abnahmen. Ausgleichend dazu stieg der Umsatz des bei der Viva-Tochter Brainpool angesiedelten Segments TV-Produktion von pro forma 52,7 Millionen auf 55,4 Millionen Euro. Der im Ausland erwirtschaftete Umsatz aus dem Bereich Musikfernsehen beträgt 10,7 Millionen (2001: pro forma 6,4 Millionen). Für das Jahr 2003 äußert Viva „Zuversicht“ und rechnet mit „Anstieg des operativen Gewinns“. Zudem kündigt das Unternehmen für das zweite Quartal eine „umfassende Programmoffensive“, weitere Akquisitionen und Kooperationen und eine noch engere Zusammenarbeit mit AOL Time Warner an. Bei einer Neustrukturierung der Managementstruktur bei Viva Fernsehen übernimmt Jörg Grabosch, COO bei der Viva Media AG und Brainpool- Vorstandsmitglied alle kreativen und Christian Gisy, CFO bei Viva Media, alle administrativen Bereiche. Als neue Geschäftsführungsmitglieder von Viva Fernsehen berichten beide, ebenso wie die für den Verkauf zuständige Geschäftsführerin Martina Bruder an den Sprecher der Geschäftsführung Dieter Gorny. Schließlich bestätigte Viva Media die , wofür der Medienkonzern den Geschäftsbereich Viva Media Enterprises ins Leben ruft.