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Virgin Megastores rutschen tief in die roten Zahlen

Die britische Handelskette Virgin Megastores musste im letzten Jahr einen gewaltigen Anstieg der Verluste verkraften. Zwar kletterte im Jahr 2004 auch der Umsatz um 6,5 Prozent, doch die wachsende Konkurrenz durch Supermärkte machte Virgin zu schaffen.

Die britische Handelskette Virgin Megastores musste im letzten Jahr einen gewaltigen Anstieg der Verluste verkraften. Zwar kletterte im Jahr 2004 auch der Umsatz um 6,5 Prozent auf 376 Mio. Pfund (547 Mio. Euro), doch die wachsende Konkurrenz durch Supermärkte machte Virgin enorm zu schaffen. Die Dauerniedrigpreisstrategie vieler Ketten hätte das Ergebnis von Virgin mit 38,4 Mio. Pfund (55,8 Mio. Euro) belastet, so das Unternehmen. Zusätzlich habe die noch andauernde Umstrukturierung für Mehrausgaben von 27,1 Mio. Pfund (39,4 Mio. Euro) gesorgt. Insgesamt beliefen sich die Verluste der Virgin Megastores im Jahr 2004 auf 68,2 Mio. Pfund (99,2 Mio. Euro). Im Jahr davor waren es erst 6,6 Mio. Pfund.

Doch John Jackson, Chairman der Mutterfirma Virgin Retail, zeigte sich zuversichtlich, dass man in diesem Jahr der Gewinnzone wieder deutlich näher kommen wird. Reagiert hat der Fachhändler vor allem beim Sortiment: Statt aktueller Charts-Ware, die bei den Supermärkten meist konkurrenzlos billig zu haben sind, konzentrieren sich die Virgin Megastores nun wieder stärker auf ein breites Angebot. Zudem soll noch in diesem Jahr der britische Ableger des bislang nur in den USA verfügbaren Downloadshops VirginDigital ans Netz gehen.

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