Die britischen Virgin Megastores konnten im Dezember ihr Geschäft gegen den allgemeinen Markttrend im Vereinigten Königreich gut stabilisieren. Die Fachhandelskette steigerte ihre Umsätze in den vier Wochen bis zum 30. Dezember um 4,6 Prozent.
Dieser Wert bezieht sich nur auf die Verkäufe in den 120 Filialen. Im Onlineverkauf legte Virgin zur Weihnachtszeit sogar um 191 Prozent zu. Damit trotzte die Kette dem Negativtrend, der zum Jahresende einige Mitbewerber wie Woolworths, HMV oder Music Zone erfasst hatte. „Gerade wegen des ganzen Geredes über den bevorstehenden Untergang des Entertainmentgeschäfts im Einzelhandel freue ich mich außerordentlich über unser Ergebnis“, erklärte Geschäftsführer Simon Douglas.
Vor allem die DVD habe für die Zuwächse bei Virgin gesorgt: Erstmals in der Geschichte des Händlers übernahm das Format mit einem Umsatzplus von gut 24 Prozent die Führungsrolle und ließ die Musikprodukte hinter sich. Bei DVDs habe es einfach einen wesentliche attraktiveren VÖ-Plan zu Weihnachten gegeben, so Douglas.
Von den Plattenfirmen zeigte er sich enttäuscht: Die meisten Labels hätten zum Saisongeschäft auf die Vermarktung von Best-ofs und vergleichbaren Produkten gesetzt, statt erfolgreiche Künstleralben aus den Vormonaten für den Gabentisch neu zu bewerben. „Das war unserer Ansicht nach eine vergebene Chance.“





